Helme und Uniformen

Empfohlene Lose

Urartäischer Helm mit Schlangen. 8.-7. Jh. v. Chr. Breiter, konischer Bronzehelm, aus einem einzigen Blech gehämmert, Vorderseite mit erhabenem, abstraktem, linearem Motiv, vier umlaufende Rippen über der Krempe, die gewölbten Rippen auf der Vorderseite mit runden Endstücken, die eine von der Helmspitze abwärts verlaufende Mittelrippe mit stilisiertem Tierkopf(?) flankieren; seitlich durchbrochene Löcher zur Befestigung eines Lederfutters und von Wangenklappen; montiert auf einem speziell angefertigten Ausstellungsständer. Vgl. Barnett, R.D., Watson, W., 'Russian Excavations in Armenia' in Iraq, vol.14, no.2, Autumn, 1952, pp.132-147, pl.32, no.2; Borchardt, J.,Homerische Helme: Helmenformen der Ág?is in ihren Beziehungen zu orientalischen und europäischen Helmen in der Bronze- und frühen Eisenzeit, Mainz, 1972, S.103ff.; Born H., Seidl, U., Schutzwaffen aus Assyrien und Urartu, Sammlung Axel Guttmann IV, Mainz, 1995, S.90, 94, 107ff. und S.174-175, Abb. I und IX, X-XI (AG 168, 385); Christie's, The art of the warfare, the Axel Guttmann collection, Part I, Wednesday 6 November 2002, London, 2002, no.11 p.18; Christie's, The art of the warfare, the Axel Guttmann collection, Part II, Wednesday 28 April 2004, London, 2004, pp.32-33Dezs?, T., Near Eastern Helmets of the Iron Age, (British Archaeological Reports,S992), Oxford, 2001; Gorelik, M., Weapons of Ancient East, IV millennium BC-IV century BC, Saint Petersburg (2003) in Russisch, pl.LXI, nn.88-89-90. 735 Gramm, 33,7 cm hoch (2,6 kg, 54 cm mit Ständer) (21 1/4 Zoll). Erworben vor 1972. Ehemals bei einer Londoner Galerie im Stadtzentrum. Eigentum eines Londoner Gentleman. Begleitet von einem archäologischen Bericht von Dr. Raffaele D'Amato. Dieses Los wurde mit der Interpol-Datenbank für gestohlene Kunstwerke abgeglichen und wird von dem AIAD-Zertifikat Nr. 11189-186652 begleitet. Unser Helm zeigt starke Ähnlichkeit mit einem Exemplar aus Kurdistan, nördlich von Kirmanshah und südlich von Saqqiz (Borchard, 1972, Abb.9, S.107), und könnte nach der Klassifizierung von Borchard dem Typ III der urartäischen Helme zugeordnet werden. Diese Kategorie orientiert sich an der Form der verschiedenen assyrischen Stachelhelme, und in der Tat klassifizierten Barrett und Watson diese Helme als assyrischen Typ (Barnett & Watson, 1952, S.143). Im 8. und vor allem im 7. Jahrhundert v. Chr. verbreiteten sich die kugelkonischen Helme assyrischen Typs in Urartu und sind archäologisch durch eine große Anzahl von Exemplaren vertreten (Gorelik, 2003, Pl. LXI, 77, 85-92). Manchmal unterscheiden sie sich von den assyrischen Exemplaren durch eine übertrieben lange Spitze. [Ein Video dieses Loses ist auf der Website von Timeline Auctions zu sehen.]

Schätzw. 7.000 - 9.000 GBP

Urartu-Silbergürtelplakette mit marschierenden Löwen. 8.-7. Jh. v. Chr. Breite, gehämmerte silberne Kürass-Gürtelplakette mit ziseliertem Flachrelief, unterteilt in vier horizontale, durch eine Doppellinie getrennte Register, jedes Register mit gestempelter Figur eines marschierenden Löwen mit aufgerichtetem Kopf und wehender Mähne; gewölbte Buckel an den Rändern und Vorderkante mit Ring; montiert auf einem maßgefertigten Ständer. Siehe Born, H., Seidl, U., Schutzwaffen aus Assyrien und Urartu, Sammlung Axel Guttmann IV, Mainz, 1995; Gorelik, M.V., Warriors of Eurasia, Stockport, 1995; Gorelik, M., Weapons of Ancient East, IV millennium BC-IV century BC, Saint Petersburg (2003) in Russisch; Çavu?o?lu, R., 'Ein einzigartiger urartäischer Gürtel im Van Museum' in Archäologische Mitteilungen aus Iran und Turan, Band 37, Berlin, 2005, pp.365-370. 840 Gramm insgesamt, 24,3 cm mit Ständer (9 1/2 Zoll) Sammlung von Fernand Adda, gegründet in den 1920er Jahren. Sammlung von Frau Petra Schamelman, Breitenbach, Deutschland. Privatsammlung eines Sammlers aus Kensington. Eigentum eines Londoner Gentleman. Begleitet von einem archäologischen Gutachten von Dr. Raffaele D'Amato und einem positiven Metalltest von einem Spezialisten aus Oxford. Dieses Los wurde in der Interpol-Datenbank für gestohlene Kunstwerke überprüft und wird von dem AIAD-Zertifikat Nr. 10770-178143 begleitet. Eine ähnliche Bronzetafel mit einem Löwen, der von geflügelten Kreaturen begleitet wird, befindet sich im Reza-Hasan-Museum in Istanbul. Im selben Museum ist ein gepanzerter Halskragen zu sehen, der dieselbe Art von Löwen zeigt wie die hier angebotene Plakette, und ein Schild mit identischen Löwen aus Armenien wurde von Gorelik (2003, col.pl.16) veröffentlicht, der auch eine Rekonstruktion des Befestigungssystems solcher Gürtel präsentiert (2003, pl.LIX no.1). Die großen Ausmaße dieser Gürtel lassen vermuten, dass sie in Kombination mit Schilden und Helmen den edlen urartäischen Kriegern als effektiver Körperschutz dienten. Die urartäische Armee bestand aus Infanterie, hervorragender Kavallerie und mächtigen Streitwageneinheiten. Die auf den urartäischen Gürteln abgebildeten urartäischen Soldaten trugen stets konische Helme, und die Besatzung der Kriegswagen bestand in der Regel aus zwei Kriegern - dem Bogenschützen in Lamellenpanzerung und dem Fahrer (Çavu?o?lu, 2005, Abb. 2). Im Kampf trugen die urartäischen Soldaten Rüstungen, die entweder aus gebundenen Bronzetafeln oder aus auf eine weiche Unterlage aufgenähten Eisenschuppen bestanden, breite ziselierte Gürtel, hohe Bronze- oder Eisenhelme, Brustpanzer oder Brustschilde. Als Angriffswaffen dienten Pfeile, Streitkolben, bronzene Streitäxte, Stein- und Tonkugeln für Schleudern.

Schätzw. 5.000 - 7.000 GBP