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Anne-Louis GIRODET de ROUCY-TRIOSON (1767-1824). Das Festmahl des Anakreon. Leinwand und originaler Keilrahmen. H. : 18,7 cm - B. : 24,6 cm. Originalrahmen aus Holz und vergoldetem Stuck mit Palmetten (Etikett von Lavandier doreur en bâtiments et meubles). Provenienz: Atelier des Künstlers, Inventar nach dem Tod, erstellt von Étienne Becquerel: Valérie Bajou, Sidonie Lemeux-Fraitot, Inventaires après-décès de Gros Girodet, 2002, Seite 360 (Lot Nr. 373). Verkauf nach dem Tod des Künstlers: A.-N. Perignon, Catalogue des tableaux, esquisses, dessins et croquis de M. Girodet-Trioson, peintre d'histoire, [...], Paris, 1825, Nr. 30: "Esquisse terminée avec soin; composition de 4 fig. Anacréon assis auprès de deux jeunes joueurs d'instruments regarde une jeune nymphe qui danse en jouant du tambour de basque; ces figures se détachent sur un ciel éclairé par le soleil couchant. T l. 9 p. h. 7 p. (ouces) ". Gekauft von Louis Joseph Auguste Coutan. Wie aus dem Zeichenbuch des Louvre hervorgeht, begann Girodet am 4. Januar 1808 mit der Illustration der Oden des Anakreon, die er selbst übersetzt hatte, wobei er sich manchmal Freiheiten gegenüber dem griechischen Text nahm. Das Ganze war beim Tod des Künstlers fertig und die posthume Ausgabe erschien 1825 beim Verleger Chaillou-Potrelle (Bibliografie zu diesem Werk: Sylvain Bellenger, catalogue de l'exposition Girodet (1767-1824), Paris, musée du Louvre, 2005-2006, S. 162-169). Es sind mehrere gemalte Skizzen bekannt, die mit den Drucken dieser Sammlung in Verbindung stehen und mit unserer vergleichbar sind: "Die Entführung Europas" (Montargis, Musée Girodet), "Contre l'Or" (dito), "Ses voluptés" (Montpellier, Musée Fabre). Unsere Skizze bereitet die Tafel der Ode VI vor und weist einige Varianten im Vergleich zum Stich auf: Der Platz des kleinen Amors ist dort etwas weiter rechts, die Panflöte wird hier zu einer echten Flöte, in der Hand des lyrischen Dichters befindet sich eine Rose und in der Lithografie Früchte auf dem kleinen Tisch. Das Basrelief auf der linken Seite und die jungfräuliche Weinrebe auf unserem Gemälde auf der rechten Seite sind in der Illustration nicht vorhanden. Anakreontische Themen ermöglichten es Malern wie Jean-Baptiste Regnault, François Gérard, Pierre-Narcisse Guérin und Girodet, aus der virilen davidischen Doktrin auszubrechen und auf diese Weise Sinnlichkeit und Erotik auszudrücken. Man kann die Figur der Tänzerin der weiblichen Akte mit Girodets Dekorationen in der Galerie de Bal im Schloss von Compiègne (1815) oder der Galatea im Louvre (1819) in Verbindung bringen. Sachverständiger: Herr Stéphane PINTA - Cabinet Eric TURQUIN - +33 1 47 03 48 78 - stephane.pinta@turquin.fr

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